Im Gegensatz zu Populationen des Goldenen Scheckenfalters auf feuchten Standorten ist über die Habitatpräferenzen auf trockenen Standorten noch wenig bekannt. Unser Forschungsprojekt umfasst daher umfangreiche Studien auf der Habitat- und Landschaftsebene. Neben der Besiedlungsdynamik des Falters untersuchen wir den Einfluss der fortschreitenden Fragmentierung der verbleibenden Habitate auf das aktuelle Vorkommen der Art mithilfe der Funktionellen Konnektivität und der Aussterbeschuld. Zum Berechnen der Funktionellen Konnektivität nutzen wir die unterschiedlichen Raumwiderstände der Landschaftsmatrix und für die Aussterbeschuld wird die Flächengröße der Magerrasen aus historischen Satellitenbildern verwendet.
Um Naturschutzmaßnahmen für den Goldenen Scheckenfalter sowie seinen Lebensraum zukünftig zielgerichteter umsetzen zu können, führen wir eine ökologische Maßnahmenkontrolle der Renaturierungsarbeiten durch.
Zusätzlich wird Rahmen des Projektes Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt, welche die Erhöhung der Wertschätzung von biologischer Vielfalt bei Touristen in der Region zum Ziel hat. Um den Erfolg der Öffentlichkeitsarbeit zu überprüfen, wird die Öffentlichkeitsarbeit durch eine sozio-ökonomische Evaluation begleitet.